Orchesterklang trifft Chorgesang


                                                                                        Bild: Natalie Ness / Badische Neuste Nachrichten

Was für ein Ritterschlag für die Musiker und ihre Darbietung auf der Bühne: Schon nach wenigen Minuten gab es donnernden Applaus für die gekonnte Liedauswahl und ihre Präsentation. Nach nicht mal einer halben Stunde Konzert sangen die ersten Begeisterten im Publikum mit. „Viva espana“ tönte es aus vielen Kehlen und die Akkordeonklänge dazu sorgten für ein grandioses Klangbild.

„Orchesterklang trifft Chorgesang“ lautete das vielversprechende Motto des Frühjahrskonzerts der Harmonika-Freunde Helmsheim in der örtlichen Turnhalle. Die war schon eine Viertelstunde vor Konzertbeginn proppenvoll: Rund 250 Besucher zeugten von der Beliebtheit und Akzeptanz des Vereins mit seinem sehr engagierten Vorsitzenden Klaus Huber. Der spielte nicht nur im 1. Orchester tatkräftig mit, sondern leitete auch das höchst musikalische Ehemaligenorchester, das unter anderem mit „Tour des Chansons“ einen tollen Einstieg in den konzertanten Abend bot.

Mit dem flotten „Open up“ von Jürgen Schmieder stellte sich das Jugendorchester unter der Leitung von Steffen Huber vor. Direkt unter die Haut ging hernach „The Ballad of love“ von Hans-Günter Heumann. Ganz ruhig und melodisch begann diese Ballade mit einem Klaviersolo. Im Mittelteil wurde es immer lauter und bewegter und wie bei einer Welle wurde es hernach leiser und verebbte. Dieses Stück war ein tolles Erlebnis für die Aktiven ebenso wie für die Zuhörer.

Überaus gelungen war sodann der kurze gemeinsame Auftritt der Jugend mit dem 1. Orchester und der Darbietung von „Rock it“ und „Boogie girls and rockin´boys“.

„140 Jahre zwischen Tradition und Gegenwart“. Vor diesem Hintergrund begeht der Helmsheimer Gesangverein (GV) „Liederkranz“ in diesem Jahr seinen Geburtstag und ließ es sich nicht nehmen, den Chorgesang im Frühjahrskonzerttitel beizutragen. Gewaltig erklang unter anderem Guiseppe Verdis Oper „Nabucco“ aus geschulten Sängerkehlen.

Als „akribischer Arbeiter am Dirigentenstab“ wurde Jens Rützler von der charmanten Moderatorin Caroline Sondermann vorgestellt und die Leitung des 1. Orchesters des Gastgebervereins ist ihm tatsächlich ein augenscheinliches Vergnügen, ließ sich beim Auftritt der erfahrenen Musiker feststellen. Leidenschaftlich entführte das Ensemble mit „Rhapsodia Andalusia“ in spanische Gefilde mit flimmernder Luft und Meersalzgeruch in der Nase. Verschiedenste Stilrichtungen vereinte sodann das „Concerto D´Amore“ in sich, bevor es feurig zum „Rojo Tango“ mit starken Rhythmen und dramatischen Melodien weiterging.

Gänsehaut gab es dann zweifelsohne zum Ende des Frühjahrskonzerts der Harmonika-Freunde Helmsheim: Conquest of paradise“ von Vangelis ist nicht umsonst ein Welthit seit vielen Jahren. Interpretiert von den Akkordeonspielern und gesungen von den Liederkranz-Aktiven ging zum Ende das Motto „Orchesterklang trifft Chorgesang“ noch einmal komplett auf. 

Test: Natalie Nees / Badische Neuste Nachrichten





           
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